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    Jörn Altmann, Volkswirtschaftslehre; Die ökonomischen Funktionen von Geld

    Jörn Altmann, Volkswirtschaftslehre, 6. Auflage, Stuttgart 2003, 80

     Zu den Geldfunktionen:
    1. Geld muss als Tauschmittel akzeptiert werden, d.h. der Besitzer eines Gutes muss bereit sein, dieses Gut gegen Geld herzugeben (Tauschmittelfunktion).

    2. Mit Hilfe des Geldes muss es möglich sein, die zu tauschenden Gegenstände zu bewerten und damit vergleichbar zu machen. Wenn ein Fussball 60.- Euro kostet, ein Tennisschläger aber 120.- Euro, dann wäre das Tauschverhältnis bestimmt als 2 Fussbälle = 1 Tennisschläger (Funktion der Recheneinheit). Durch die Umrechnung in Geld können heterogene Güter vergleichbar gemacht werden.

    3. A verkauft B seinen Fussball und erhält 60.- Euro. Weil er krank wird, kann er sich erst vier Wochen später daran machen, einen Tennisschläger bei C zu kaufen, der gleichfalls 60.- Euro kosten soll. Die von B erhaltenen 60.- Euro repräsentieren somit seinen Fussball, den A - in verwandelter Form - bei C gegen einen Tennisschläger tauscht. Der Tausch "Fussball gegen Tennisschläger" findet aus der Sicht von A im Grund genommen auch statt, aber in zwei (zeitlich auseinanderliegenden) Phasen auf dem Umweg über B. Dies setzt aber voraus, dass sich in den vier Wochen, die zwischen dem Tausch "Fussball gegen Geld" und dem folgenden Tausch "Geld gegen Tennisschläger" vertstreichen, keine Veränderung der Werterelation ergeben hat, konkret: Die Güter dürfen in der Zwischenzeit nicht teuerer geworden sein. Geld muss also für eine bestimmte den Wert eines Gutes "aufbewahren" können (Wertaufbewahrungsfunktion).
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