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    >Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Schaffung und Struktur des stehendes Heeres der Kaiserzeit > Die Schlacht bei Aktium und – was nun?

    Plutarch, Antonius, 68, 1–3

    Die Niederlage

    "Bei Aktium leistete die Flotte lange Zeit Caesar (Oktavian) Widerstand, litt schweren Schaden durch den hohen Wellengang, der ihr entgegenschlug, und gab endlich erst um die zehnte Stunde den Kampf auf. Verluste an Toten hatte sie nicht mehr als fünftausend, aber erbeutet wurden dreihundert Schiffe, wie Caesar (Oktavian) selbst aufgezeichnet hat. Nicht viele hatten bemerkt, dass Antonius geflohen war, und denen, die es hörten, klang die Nachricht zuerst unglaubhaft, dass er neunzehn unbesiegte Legionen und zwölftausend Reiter verlassen haben und davongegangen sein sollte, als ob er nicht viele Male die wechselnden Launen des Schicksals erlebt und in ungezählten Kämpfen und Schlachten den Wandel des Glücks zu bestehen gelernt hätte. Die Soldaten empfanden sogar eine gewisse Sehnsucht nach ihm und hofften, dass er plötzlich irgendwoher auftauchen würde, und sie bewiesen so viel Treue und Festigkeit, dass sie auch, als seine Flucht offenbar geworden war, noch sieben Tage beieinander blieben und die Anträge, die ihnen Caesar (Oktavian) machen liess, zurückwiesen. Als aber schliesslich der Feldherr Canidius bei Nacht entwich und das Lager verliess und sie von allen verlassen und von ihren Führern verraten waren, traten sie zu dem Sieger über."
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