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    >Modules > Spätantike > Chronologisches Gerüst > Diokletian und Konstantin – der Beginn der Spätantike

    Mommsen, Römische Kaisergeschichte

    Moderne Historiker haben gerne die Spätantike wegen grundlegender Verfassungsänderungen von der frühen und hohen Kaiserzeit abgegrenzt. Gemäss der Mitschrift von Sebastian und Paul Hensel vom Sommersemester 1883 bemerkte Theodor Mommsen (1817-1903) zum Dominat:

    "Der diocletianisch-constantinische Dominat scheidet sich schärfer vom Principat als dieser von der Republik. Der orientalische Monarch bildet für den Dominat das Vorbild." Und weiter unten: "Die constantinische Monarchie ist ein prinzipieller Umschwung. Principat und Republik fielen im Fundamente zusammen (…). Durch den ganzen Principat geht die Doppel-Idee zwischen Princeps und Senat. Der Princeps ist von früherer Zeit das Legitime und Vorherrschende, der Principat ist ja eine Zusammenstellung von bekannten Dingen aus der Republik, ponitfex maximus, tribunus plebis, proconsul etc…" "In der neuen Epoche", so Mommsen, "wird die Monarchie dynastisch. Diocletian und Maximian sind ihrem Ursprunge nach noch Kaiser der alten Art, doch hat Diocletian eine neue Welt begründet: eine Monarchie mit Erbfolge, die eigentliche Monarchie."

    Th. Mommsen, Römische Kaisergeschichte, hrsg. v. Barbara und Alexander Demandt, München 1992, 429-433.
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