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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Die römische Armee im Krieg > Die Verteidigung des Reiches

    Die Sicherheit des Reiches nach Innen

    Der Provinzstatthalter musste für Ruhe und Ordnung in seiner Provinz sorgen. Zur Abwehr von Eindringlingen standen ihm Legionen und Auxilien zur Verfügung. Wie wurde die Sicherheit nach innen gewährleistet ? Die Verwaltung im römischen Reich (Provinzstatthalter, Procurator für die Finanzen, beide unterstützt von 50-100 Soldaten für Bürodienste) reichte nicht aus, um die tägliche Verwaltung jeder einzelnen Stammesgemeinde (civitas) und jeder einzelnen Stadt (colonia, municipium) zu erledigen. Deshalb hatten die Römer seit jeher den Gliedern des Reiches die Lokalautonomie (mit freien Wahlen der Beamten der Städte und Stammesgemeinden) belassen. Die Kleinkriminalität wurde von den lokalen Behörden geahndet. Wie man aus der Beamtenlaufbahn aus Nyon ersehen kann, lag auch die Aufgabe der Bekämpfung des Räuberunwesens wenigstens zum Teil in den Händen der lokalen Beamten.

    Es gab in der Kaiserzeit vergleichsweise wenige Aufstände : zu nennen sind vor allem die religiös motivierten jüdischen Kriege (66–70, der mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch Titus endet; 132–135: Bar-Kochba-Aufstand, endet mit der Zerstörung von Jerusalem). Hier griffen dann der Kaiser und seine Berater mit sehr grossen Militärkräften ein, um die Unruheherde so rasch wie möglich auszuschalten.
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