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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Schaffung und Struktur des stehendes Heeres der Kaiserzeit > Übersicht über das römische Heer der Kaiserzeit

    Die Vexillationen

    Wie die Tabelle zeigt, war die Verteilung der Streitkräfte (Legionen und Auxilien) zum Schutze der Provinzen relativ starr und eignete sich nicht gut zur Führung einzelner Angriffs- oder Verteidigungskriege. Legionen konnten nicht mehr einfach so von den Grenzen abgezogen werden. Deshalb wurden etwa zur Eroberung Jerusalems im J. 70 n.Chr. oder zur Eroberung des Schwarzwaldes durch Cn. Cornelius Pinarius Clemens im J. 73/74 n.Chr. nicht ganze Legionen, sondern Auszüge, sog. vexillationes (sg. vexillatio) zusammengezogen. Durch dieses System wurde das römische Heer zu einem geschmeidigen Instrument und konnte den Reichsfrieden bis in die Mitte des 3. Jh. n.Chr. sichern.
    Eine vexillatio einer Legion umfasste 1000 Mann und konnte Sonderaufgaben übernehmen, die länger dauerten als ein kurzer Feldzug. So sicherte seit dem späten 1. Jh. eine vexillatio einer Legion des in der Moesia Inferior (h. Bulgarien) stationierten Heeres die Krim (h. Ukraine) und baute dort Tempel und hinterliess Ziegelstempel sowie Grabinschriften.
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