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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Schaffung und Struktur des stehendes Heeres der Kaiserzeit > Übersicht über das römische Heer der Kaiserzeit

    Einführung in die Problemstellung und Diskussion der Zusammensetzung des Heeres

    Die letzte zusammenfassende Tafel beschäftigt sich mit drei Problemen. Erstens wird ein Überblick über das gesamte kaiserzeitliche Heer gegeben. Dann wird aus dem Heer eine besondere Einheit, die Prätorianer, herausgegriffen und auf ihre politische Rolle aufmerksam gemacht, die sie vor allem im 1. Jh. n. Chr. spielte. Drittens wird das Problem der Vexillationen, des Auszuges aus Legionen (auch aus Alen und Kohorten) angeschnitten, welche die etwas starre Struktur des römischen Heeres geschmeidiger machten.

    Das kaiserzeitliche Heer bestand nicht nur aus Legionen, sondern aus ebensovielen Auxilien, deren Soldaten nicht römische Bürger, sondern Reichsuntertanen (peregrini) waren. Die Einbindung der Reichsbewohner in das römische Heer und die dadurch erreichte Identifizierung der Ziele der Reichsbewohner mit jenen der römischen Bürger ist vermutlich eines der Geheimnisse des römischen Kaiserreiches, das nicht mehr als Fremdherrschaft, sondern als eine alle umfassende Weltordnung empfunden wurde. Der Erdkreis (orbis terrarum) wurde zum Synonym von Imperium Romanum. Dies umso mehr, als, wie noch gezeigt werden wird, die Römer das römische Bürgerrecht sehr liberal handhabten und die Oberschicht der unterworfenen Reichsbevölkerung, ganz besonders aber die Auxiliarsoldaten, in das römische Bürgerrecht aufgenommen wurden. Das Heer bildete also eine Klammer des Reiches.
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