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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Schaffung und Struktur des stehendes Heeres der Kaiserzeit > Die augusteischen Ansiedlungsprogramme

    Warum Ansiedlungen nur in augusteischer Zeit und nachher nicht mehr?

    Man kann sich fragen, weshalb die Kolonisation nur in caesarischer und augusteischer Zeit erfolgte und nachher nur noch ganz wenige neue Kolonien gegründet oder auch nur mit Neuansiedlern verstärkt wurden. Die Kolonisation, d.h. die Ansiedlung von Veteranen und unter Caesar auch von Proletariern und Freigelassenen war ein gewaltsamer Vorgang; die einheimische Bevölkerung wurde entweder vertrieben oder in einen schlechteren Rechtsstatus versetzt, und nur allmählich erhielten die einheimischen Familien das römische Bürgerrecht und wurden in die Kolonie aufgenommen. Dies ist an den Namen der Bürgermeister ablesbar, deren Herkunft zuerst Rom und Italien war, erst später deuten die Namen auf romanisierte Einheimische hin.
    Augustus hat nur in der Zeit unmittelbar nach dem Bürgerkrieg Veteranen angesiedelt und Kolonien gegründet. Später hat er ein anderes System mit Geldabfindungen eingerichtet (–> Tafel 1.4.), und, wie das Militärdiplom (–> Tafel 3.3.) zeigt, liebten die Veteranen auch die seltenen weiteren Ansiedlungen schon im 1. Jh. n.Chr. nicht mehr. Sie zogen es vor, ihr Landgut selbst zu kaufen und den Ort ihrer Niederlassung selbst zu bestimmen.
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