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    Modules > Numismatik > Römische Numismatik > Die Münzen der hohen Kaiserzeit

    Ikonographie der Kaisermünzen I: Der Kranz

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    Eines der wichtigsten Attribute des Kaiserporträts auf den Münzen stellen die verschiedenen Kränze (lat. corona, davon dt. Krone) dar. In republikanischer Zeit wurden sie in der Regel nach einem Sieg im Krieg vergeben.

     

    Der Lorbeer-KranzDer Strahlen-KranzDie corona civica

     

    • Die corona triumphalis, die aus aus Lorbeer hergestellt wurde, ist oft ein Attribut der Victoria oder tritt gar an deren Stelle. Auf dem Haupt des Kaisers wird sie zum Sinnbild des Sieges und ist für den Kaiser das Zeichen der legitimen Herrschaft.
    • Wichtig sind weiter die corona radiata, die als Attribut des Sonnengottes von Nero auf den Aes-Münzen als Schmuck des Kaisers eingeführt wurde. Meist findet man den Strahlen-Kranz bei den späteren Kaisern auf den Dupondien. Deshalb geht man davon aus, dass man mit diesem Symbol bewusst den Unterschied von As und Dupondius ikonographisch für die Benutzer verdeutlichen wollte, weil die Gewichtsunterschiede zu gering waren, und die Metallzusammensetzung der beiden Nominal ohnehin nicht zu ergründen waren.
    • Die corona civica aus Eichenlaub wurde an Bürger verliehen, die im Kampf einem oder mehreren Mitbürgern das Leben gerettet hatten. Insbesondere in Zeiten der Bürgerkriege und danach war dieses Symbol beliebt, um damit die Verbundenheit des Kaisers mit der Bevölkerung Roms, seine pietas, darzustellen. Oft tritt die Legende ob cives servatos (wegen der geretteten Bürger) hinzu.
    • Die corona navalis (oder rostrata) wurde mit Nachbildungen von Schiffschnäbeln (rostra) versehen. Sie symbolisiert einen Seesieg und wurde demjenigen verliehen, der als erster ein feindliches Schiff enterte.
    • Die corona muralis ist eine dazu analoge Ehrenbezeugung für Männer, die als erste eine Mauer des Feindes erstürmten. Eine ähnliche Bedeutungen haben die corona vallaris (für den Erstbesteiger eines feindlichen Walls) und die corona obsidionalis, die bei längeren Belagerungen dem Festungskomandaten für die erfolgreiche Verteidigung zuerkannt wurde.

     

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