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    Modules > Lateinische Epigraphik > Anfänger

    Weihinschriften an Gottheiten

    Diese Inschriften wurden auf sehr verschiedenartige Monumente gemeißelt: Altäre, Statuen, Vasen, Metallplatten, usw. Die verwendeten Formeln zeigen normalerweise folgende Bestandteile:

    1. Den Namen der angerufenen Gottheit;
    2. Die Namen (nomina) des Dedikanten;
    3. Ein Verb/Verbalsyntagma, das den Weihakt und den Anlaß der Widmung erwähnt: D, d(edit), d(onavit), P, p(osuit), F, f(ecit), E.V, e(x) v(oto), D.V.S.L.M, v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito), "er hat sein Gelübde gern und nach Gebühr eingelöst";
    4. Präzisierungen zum gewidmeten Gegenstand (aedem, statuam, templum, usw.) und zu den damit verbundenen Unkosten.
    In den Provinzen zeugen oft die Weihinschriften von der Fortdauer der einheimischen Kulte. Heimische Gottheiten wurden mit einem römischen Gott gleichgesetzt, wofür das ihm beigelegte Epitheton sprach: Mercurius Cissonius; Mars Caturix. Die Votivinschriften konnten auch an einen lokalen Gott adressiert werden, z.B. an eine keltische Gottheit, wie z.B. in Avenches.

     


    Bibliographie pour la fiche
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