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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Die römische Armee im Frieden

    Technisches Wissen und Kultur von Armeeangehörigen

    Das technische "Know-how" von Armeeangehörigen

    Der Aquädukt von Saldae (heute Bougie/Béjaia, Algerien)
    Hafen von Bougie/Béjaia

    Vgl. die Links ; das Bild stammt aus dem Internet.
    Erläuterungen :
    Saldae, heute Bougie/Béjaia, liegt an der Mittelmeerküste Algeriens, am Fusse des Aurès-Gebirges östlich von Alger.
    Für Saldae hat man eine hochinteressante Inschrift mit einem langen Text gefunden, in welchem erzählt wird, dass Nonius Datus, ein Geometer, helfen musste, den grossen Aquädukt und insbesondere den Tunnel zu bauen, durch welchen der Aquädukt führte. Lesen Sie die spannende Geschichte des Baues in Text 1!

    Zur Kultur von Soldaten und Zenturionen

    Gedichte von Soldaten und Zenturionen
    Grabgedicht des Priscus, Standartenträger und Zenturio einer Auxiliarkohorte aus trajanischer Zeit, in griechischer Sprache Kaisarea in Paphlagonien (heutige Nord-Türkei).
    Chr. Marek : Stadt, Ära und Territorium in Pontus-Bithynia und Nord-Galatia, Tübingen 1993 (Istanbuler Forschungen 39), 100–116 ; 207, Nr.79 = SEG 43, 1993, 911 = AE 1993 1547.

    "Sei gegrüsst, sei herzlich gegrüsst, Fremder, tritt her und lies !
    Es ist Priscus, der Mann, der hier begraben liegt, ein Freund und Helfer vieler,
    der sich einst in einer zusammengerufenen Truppe bewährte
    (4) und alle Kämpfe focht, welche je einst Achilleus kämpfte
    und [Hektor] des Priamos Sohn, gleiches hat auch Priscus geleistet.
    Der grosse Kaiser Traianos staunte über ihn, da er Schönheit, Jugend, Kraft und Blüte besass,
    (8) er gab ihm einen bedeutenden Posten, bekränzte ihn ehrenvoll
    als Siegbringer in Kämpfen und gab ihm den Stab
    das königliche Zeichen, und er beschenkte ihn mit dem Geschenk,
    damit er mit den Standarten (Zeichen) vorangehe,
    (Priscus) aber bewahrte die ganze Einheit.
    (12) Als er den grossen Kampf beendet hatte und nach Hause zurückkehrte,
    erstrahlte er als Glanzlicht allen, am meisten aber seinen Eltern.
    Und damals wandte er den Sinn darauf, das väterliche Land zu pflügen,
    tat alles und trug zugleich auch den leibeigenen Bauern auf,
    (16) alles Geeignete zu tun, was Hesiod über das Bauern
    lehrte, um Früchte in grosser Zahl zu ernten.
    (Priscus) aber trug grossen und schweren Wohlstand und lebte in Luxus lange Zeit,
    reichlich versehen mit Glück und Vermögen bis an sein Lebensende."

    Übersetzung : Chr. Marek (siehe oben) ; G. Petzl, Militärs : Kulturbanausen ? Einige epigraphische Antworten, in : H. von Hesberg (Hg.), Das Militär als Kulturträger in römischer Zeit, Köln 1999, 249–250 ; mit kleinen Änderungen von RFS
    .




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    Bibliographie pour la fiche
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