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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Die römische Armee im Frieden

    Nachzug von Frauen und Kindern

    1. Die Geburtstageinladung von Claudia Severa
    A. K. Bowman – J. D. Thomas : The Vindolanda Writing-Tablets (Tabulae Vindolandenses II), London 1994, Nr. 291
    "Claudia Severa grüsst ihre Lepidinia.
    Schwester, ich bitte dich sehr, am dritten Tag vor den Iden des Septembers, dem Tag meiner Geburtstagsfeier, zu uns zu kommen, damit Dein Besuch mir den Tag angenehmer mache....
    Grüss deinen Cerialis von mir. Mein Aelius und mein kleiner Sohn grüssen...
    Ich werde Dich erwarten Schwester, lass es Dir gut gehen, Schwester, meine liebste Seele, so wie ich es für mich hoffe, leb wohl.
    Für Sulpicia Lepidina, Frau des Cerialis von Severa."

    2. Weihinschrift aus Wiesbaden (Aquae Mattiacae)

    CIL XIII 7565 = AE 1966, 263
    Antonia Postuma | T(iti) Porci Rufiani leg(ati) | leg(ionis) XXII P(rimigeniae) P(iae) F(idelis) [pro sa]l|[ute] Porciae Rufianae | filiae su[ae Di]anae M[a]t[ti]|acae voto | signum posu[it].

    "Antonia Postuma | (die Ehefrau) des T(itus) Porcius Rufianus, des Legionskommandanten | der 22. erstgeborenen, loyalen und treuen Legion hat für das Wohl | ihrer Tochter Porcia Rufiniana der Diana Mattiaca (der Diana von Wiesbaden) aufgrund des Gelübdes eine Statue gesetzt."

    3. Flucht von Frau und Kind des Germanicus 14 n.Chr.

    Tacitus, Annalen I, 40, 1–3 (gekürzt)
    Tacitus beschreibt die kritische Situation während der Meuterei der niedergemanischen Legionen nach dem Tode des Augustus 14 n.Chr. :

    "In dieser bedrohlichen Lage beschuldigten den Germanicus alle, dass er sich nicht zum ober(germanischen) Heer absetze…Lange zögerte er; auch seine Gattin weigerte sich, indem sie beteuerte, vom göttlichen Augustus stamme sie ab und werde sich dessen in Gefahren nicht unwürdig zeigen. Nachdem er schliesslich ihren Leib und den gemeinsamen Sohn unter vielen Tränen umarmt hatte, nötigte er sie abzureisen."




    Bibliographie pour la fiche
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