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    Modules > Römische Armee der Kaiserzeit > Die römische Armee im Krieg

    Die Verteidigung des Reiches

    1. Die sichtbaren (und z.T. rekonstruierten Überreste des Limes)

    A) Limeswachtturm (Rekonstruktion), bei Erkertshofen nördlich Eichstätt

    © K. Zimmermann, Windisch
    B) Limestor bei Dalhingen,
    konservierte Überreste


    © K. Zimmermann, Windisch
    C) Kastell Pfünz (Rekonstruktion).
    Wall, Mauer und Nordtor


    © K. Zimmermann, Windisch

    Hinweis :
    Wenn Sie von Basel nach Karlsruhe (oder Stuttgart) fahren und dort die Verbindung nach Aalen nehmen, kommen Sie an den Limes und sehen diese Bilder. Das Kastell Pfünz liegt weiter östlich gegen Regensburg.

    2. Die römerfreundlichen Könige ausserhalb des Reiches, ein Beispiel
    ILS 8795, in der Nähe von Tiflis (Georgien, Kaukasus) :
    "[Imperator Caesa]r Ves[pasianus] Augustus, [Ober]priester, im Besitz der tribunizischen Gewalt zum 7. Mal, zum Imperator zum 14. Mal ausgerufen, Konsul zum 6. Mal, designiert zum 7. Mal, Vater des Vaterlandes, Censor, und Imperator Titus Caesar, Sohn des Augustus, im Besitz der tribunizischen Gewalt zum 5. Mal, Konsul zum 4. Mal, designiert zum 5. Mal, Censor, und Domitianus Caesar, Sohn des Augustus, Konsul zum 3. Mal, designiert zum 4. Mal, liessen für den König der Iberer, Mithridates, den Sohn des Königs Pharamanes, und für seinen Sohn Amasaspes, den kaiser- und romliebenden, und für das Volk die Mauern befestigen."
    [überarbeitete Übersetzung von H. Freis, Nr. 55]

    Erläuterung :
    Die Inschrift ist auf griechisch verfasst. Kaiser Vespasian (69–79) mit seinen Söhnen Titus und Domitianus stiftete sie dem befreundeten König Pharamanes der Iberer 75 n. Chr. Das Volk der Iberer wohnte im Kaukasus, in Ostgeorgien; ihre Könige (es werden genannt Pharamanes, Mithridates, Amasaspes, waren "Kaiserfreunde" (philokaisares) und "Römerfreunde" (philoromaioi).
    Bibl. : A.I. Boutounova : "Quelques notes sur l’inscription de Vespasien, trouvée à Mtskhetha", Klio 53, 1971, 213–22

    3. Ansiedlung von Stämmen auf Reichsboden

    Strabo, Geographie, IV, 3, 4 :
    "Auf die Mediomatriker und die Triboker folgen auf dem Rheinufer die Treverer, bei welchen die Römer eine Brücke gebaut haben, als sie eben einen Krieg gegen die Germanen führten. Auf der gleichen Höhe, aber auf der anderen Rheinseite wohnten die Ubier, die Agrippa (der Feldherr des Augustus) mit ihrem Einverständnis auf die andere Seite des Rheines umgesiedelt hat."

    Erläuterung :
    Man kennt das Datum der Umsiedlung der Uberer nicht genau ; entweder handelt es sich um die erste Statthalterschaft des Agrippa über Gallien (39/38 v.Chr.) oder dann um die zweite von 19 v.Chr. Er gründete auch das oppidum Ubiorum. 50 n.Chr. wurde oppidum zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium (heute Köln) erhoben.




    Bibliographie pour la fiche
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