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    Modules > Numismatik > Grundlagen und Methoden

    Die Beschreibung von Münzen

    Die Beschreibung und Bestimmung einer antiken Münze geschieht nach einer standardisierten Methode, nach der sich auch alle Handbücher, wie die Sammlungs- und Typenkataloge richten. Sie lernen hier anhand der angegeben Übungen und Hilfsmittel, eine Münze richtig zu beschreiben.

     

    1. Metrologische Angaben:

    • Gewicht (in Tausendstel-Gramm)
    • Durchmesser (in Zehntel-Millimeter)
    • Material: AU für Gold, AR für Silber, AES für alle übrigen Metalllegierungen aus Kupfer, Zinn oder Zink; manchmal findet sich auch OR für Orichalcum, eine besondere römische Kupferlegierung, die unserem Messing ähnlich ist.
    • Die Abweichung des Vorderseitenstempels zum Rückseitenstempel wird in Grad angegeben, um so besser gleichartige Münzen vergleichen zu können.

    2. Legende und Ikonographie:

    • Man beschreibt die beiden Seiten getrennt von einander. Dabei mag das Schema unten unter Nr. 2 als Orientierung gelten. Man spricht die Münze immer von der Warte des Betrachters aus an. Die Körperteile der abgebildeten Person jedoch orientieren sich an deren Position.
    • Legende bezeichnet die auf der Münze angebrachten Inschriften (vgl. Hilfsmittel -> Abkürzungen). Die Abkürzungen werden im Gegensatz zur Epigraphik aber nicht aufgelöst.
    • Ikonographische Darstellung: alle bildlichen Motive (vgl. Hilfsmittel -> Motive)

    3. Typologie

    Man versucht die Münze mittels der Typen- oder Sammlungskataloge zu identifizieren und zuzuordnen. Vielfach ist man dabei auf weitere Spezialliteratur angewiesen (siehe dazu 2.7 Nachschlagewerke).

    4. Kommentar

    Evtl. beschreibt man in einem Kommentar weitere Besonderheiten der Münze oder gibt eine ausführlichere Interpretation der Motive an.

     


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