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    Modules > Numismatik > Grundlagen und Methoden

    Der Prägevorgang

    Nachdem der Schrötling den Gewichtsstandards entsprach, schritt man zur Prägung, um dadurch die Qualität und den Wert der Münze zu garantieren. Jede Münze kann zu Recht als ein kleines Kunstobjekt gelten, weil sie einzeln von Hand hergestellt wurde. Die Herstellungsgrundlagen ändern sich in der gesamten Antike nur minimal:

     

    1. Genau abgewogenes und meist erwärmtes Metallstück (Schrötling / auch nach dem französischen Begriff "Flan" genannt) wird auf einen Eisen- oder Bronzestempel gelegt, der in einen Amboss eingelegt sein kann.
    2. Der Prägemeister legt einen Treibstock, später einen weiteren Stempel auf den Schrötling.
    3. Mit einem Hammerschlag wird der Schrötling in den im Amboss liegenden Stempel geschlagen.
    4. Auf der Vorder- (Avers) und Rückseite (Revers) werden die Stempel oder in einigen Fällen der Treibstock in das erwärmte Metall eingedrückt.

     

    Das Giessen von Münzen kann man auch nachweisen. Es kam jedoch deutlich weniger häufig vor. Das Prinzip des Prägens erfuhr nur in der Ausführung der Werkzeuge einige Anpassungen, wie etwa die Einführung von Prägezangen.

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