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    Modules > Numismatik > Grundlagen und Methoden

    Grundsätzliches

    Das Gebiet der Numismatik umfasst heute eine Vielzahl von Spezialgebieten mit teilweise sehr ausgefeilten Methoden. In diesem Modulteil wollen wir uns jedoch auf die grundsätzlichen Aspekte beschränken. Im Mittelpunkt soll die Münze an sich stehen, ihre Beschaffenheit und die auf sie geprägten Darstellungen. Denn die korrekte Beschreibung und die anschliessende Bestimmung einer Münze sind Ausgangspunkt für sämtliche anderen Untersuchungen. Dies lässt sich an einem der häufigsten Bearbeitungsgegenstände der Numismatik exemplarisch darlegen:

    In der Regel findet man Münzen in sog. Horten (Schätze, die von einem kleinen Tonkrug mit wenigen Münzen bis zu riesigen Lagergefässen mit mehreren Tausend Exemplaren gehen können). Der Vergleich der einzelnen Münzen untereinander und in Beziehung zu den vor dem Fund schon bekannten Münzen lässt eine Kategorisierung und Datierung des Fundes in der Regel zu; auch deshalb, weil diejenige Münze mit der jüngsten Datierung als sog. "Schlussmünze des Hortes" den frühstmöglichen Zeitpunkt für dessen Vergrabung liefert. 

    Bei der Beschreibung der Münze unterscheidet man einerseits die Physis der Münze (ihre physikalische Beschaffenheit) und den Münztypus, der durch die Kombination der Bilder der Vorder- und Rückseite der Münze gebildet wird. Sie werden auf den folgenden Seiten deshalb sehen, auf welche physikalischen Eigenschaften (Metall, Grösse und Gewicht) und welche ikonographischen Elemente Sie achten müssen.
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