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    Modules > Einführung in die Alte Geschichte > Die Quellen der Alten Geschichte und die Bedeutung von weiteren altertumswissenschaftlichen Disziplinen

    Eusebius und die Kirchengeschichte

    Eusebius (vor 264/65 – 339/40 n. Chr.) begründete mit seiner Ekklesiastike Historia eine neue historiographische Gattung, die Kirchengeschichte. Mit Euseb sind wir in spätrömischer Zeit, einer Epoche, für die unbedingt auch Publikationen aus den theologischen Disziplinen herangezogen werden sollten. Das beginnt mit der Dokumentation. Wo sind Angaben über Euseb und andere Autoren dieser Zeit zu finden? Zwei Startpunkte seien hier empfohlen:

    H. R. Drobner: Lehrbuch der Patrologie, Freiburg, Basel, Wien 1994.

    S. Döpp, W. Geerlings (Hrsg.): Lexikon der antiken christlichen Literatur,
    Freiburg, Basel, Wien 1998.
    Wenn Sie nachgeschlagen haben, werden Sie nun wissen:

    Die Kirchengeschichte Eusebs findet sich u.a. in der Loeb Classical Library. Sie übernimmt den Text der Ausgabe von E. Schwartz in der wichigen Reihe Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhunderte. Es gibt weitere Ausgaben mit Übersetzungen, so in den Sources Chrétiennes.

    Im Vergleich zu den traditionellen Gattungen der Historiographie sind an der Kirchengeschichte Eusebs neu die Themen, so die Geschichte der Apostel, ihrer Nachfolger (der Bischöfe), der Christen, der Häretiker, der Juden, der Christenverfolgungen.
    Neu ist aber auch die Methode. Immer wieder zitiert Euseb wörtlich Dokumente, eine eigentliche Revolution in der Geschichte der Geschichtsschreibung, denn bisher hatte man sinngemäss zitiert.

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