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    Modules > Heidnischer und christlicher Senatsadel in spätrömischer Zeit > Der christliche Senatsadel

    Asketische Forderungen bei Hieronymus

    Ein Meister im Verbinden von Werten der traditionellen nobilitas mit christlichen Lebensweisen war der Kirchenvater Hieronymus (etwa 347-420). Hieronymus appellierte an das elitäre Selbstverständnis der römischen Nobilität und forderte zu einem heiligen Stolz (sancta superbia) und zu ewigem Ruhm auf, wie sie durch christliche und asketische Tugenden erreichbar seien.

    Durch seine eigene Herkunft aus einer wohlhabenden Familie, seine Kontakte zur Oberschicht Roms und seine fundierte Bildung war Hieronymus bestens mit dem klassischen Wertekanon der römischen nobilitas vertraut. Es war ihm auch bewusst, dass, wollte er mit seiner ausserordentlichen sprachlichen Begabung Erfolg haben, er mit seinem Anliegen bei den einflussreichen christlichen Familien Roms Zugang finden musste. Geschickt knüpfte Hieronymus an die traditionellen Standessymbole an und bot darüber hinaus mit seiner asketischen Variante des Christentums zusätzliche Möglichkeiten an Sozialprestige.




    Bibliographie pour la fiche
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