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    Modules > Spätantike > Chronologisches Gerüst

    Diokletian und Konstantin – der Beginn der Spätantike

    Reformansätze der Soldatenkaiser – etwa eines Gallienus – aufgreifend, überwanden Diokletian (284–305) und Konstantin (306–337, Alleinherrscher ab 324) die vorangegangene Krisenzeit und leiteten eine neue Epoche ein. Die Reformen Diokletians und Konstantins haben die Krise des 3. Jahrhunderts überwunden. Ihre Reformen umfassten eine ganze Reihe von Massnahmen:




    Münzportrait Diokletians.
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    Diokletian führte eine Herrschaft von vier Kaisern ein, die Tetrarchie (ab 293). Zwei Augusti standen je zwei Caesares zur Seite. Jeder der vier Herrscher unterhielt einen eigenen Hof. Theoretisch bildeten die vier Herrscher ein Kollegium.
    Diokletians Verwaltungsreformen sind einschneidend. Die Provinzen wurden verkleinert, ihre Zahl erhöht. Sie wurden in Diözesen und – auf einer noch höheren Ebene – Präfekturen zusammengefasst.
    Er leitete die Entflechtung ziviler und militärischer Kompetenzen in die Wege.
    Mit dem System der capitatio – iugatio wurde das Steuersystem auf eine neue Grundlage gestellt.
    Mit einem Höchstpreisedikt versuchte Diokletian, der Inflation ein Ende zu setzen.
    Mit Christenverfolgungen beabsichtigte er erfolglos eine religionspolitische Restauration.
    Konstantin leitete eine radikale Wende in der Religionspolitik ein. Seit Konstantin hat sich die Stellung des Christentums zum römischen Reich grundlegend geändert. Er öffnete dem Christentum den Weg zur Staatsreligion.
    Die Verwaltungsreformen Diokletians wurden fortgesetzt.
    Das verstärkte Heer bestand aus Grenztruppen, Feldheer, an dessen Spitze zwei magistri militum standen, und Leibgarde.
    Die Einführung des Goldsolidus sollte für ökonomische Stabilität sorgen.
    Byzanz am Bosporus wurde zur Kaiserresidenz ausgebaut, in Konstantinopel umbenannt und zur zweiten Hauptstadt des römischen Reiches gemacht.


    Kopf einer Kolossalstatue Konstantins in Rom.


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