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    Modules > Spätantike > Die Epoche

    Literatur: Demandt und die Cambridge Anient History

    Im Handbuch der Altertumswissenschaft stellt Alexander Demandt Spätantike als Epoche von Diokletian bis Justinian dar:
    A. Demandt: Die Spätantike. Römische Geschichte von Diocletian bis Justinian 284–565, München 1989 (Handbuch der Altertumswissenschaft III, 6).

    Hier wird die Geschichte des Mittelmeerraumes zwischen 300 und 700 n. Chr. behandelt:
    Im vierten und letzten Kapitel seiner Abhandlung sucht Demandt unter den "Aberhunderten von Erklärungsversuchen" des Auseinderfallens des römischen Staatswesens Ordnung zu schaffen, indem er diese in sechs Typen einteilt.

    "Wie jede andere Typologie, so lässt sich auch die der Untergangstheorien nach Bedarf gröber oder feiner anlegen. Die einfachste Einteilung wäre die Zweiteilung nach innenbedingten und nach aussenbedingten Ursachen. Die exogene Deutung ist vergleichsweise einheitlich, sie nimmt an, dass die Völkerwanderung der wichtigste Faktor in der Auflösung des Reiches gewesen sei. Die endogenen Deutungen müssen indessen abermals unterteilt werden. Eine erste Gruppe von Autoren macht bestimmte Missstände im Inneren verantwortlich: die religiöse Hinwendung zu jenseitigen Idealen oder die sozialökonomischen Spannungen oder das Versiegen der natürlichen Lebensgrundlagen oder innenpolitische Fehlentscheidungen. Eine andere Gruppe von Autoren erklärt dies alles zu blossen Symptomen eines tiefer sitzenden Erschöpfungsprozesses, der aus einer kulturzyklischen Eigendynamik heraus verstanden werden müsse. Daraus ergeben sich sechs Typen." (S. 481)

    In der Cambridge Ancient History gibt es zwei Bände zur Spätantike: Vol. XIII, The Late Empire, A.D. 337–425 (Cambridge 1998) und Vol. XIV, Late Antiquity and Successors, A.D. 425–600 (Cambridge 2000).

    "The new edition of The Cambridge Ancient History includes two volumes additional to the twelve of the original version, of which the present volume, covering the period A.D. 337 to 425, is the first. Together they extend the scope of the series to the end of the sixth century A.D., and thus to the eve of the Arab invasions. In so doing they reflect the remarkable growth of interest in the period after Constantine that has taken place since the first edition appeared." (Vol. XIII, Preface)
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