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    Modules > Spätantike > Chronologisches Gerüst

    Die Krise des 3. Jahrhunderts

    Die Zeit der Spätantike, deren Beginn in der Forschung oft mit Diokletians Regierungsantritt 284 n.Chr. gleichgesetzt wird, ist kaum zu verstehen, wenn nicht wenigstens die grossen Linien des stürmischen 3. Jahrhunderts bekannt sind. Eine knappe und gute Einführung enthält die Reihe "Einführungen Altertumswissenschaft" der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt (WBG): M. Sommer, Die Soldatenkaiser, Darmstadt 2004. Die notwendigen Angaben finden sich auch
    im dtv-Atlas,
    im Grossen Ploetz,
    in den diversen Übersichtsdarstellungen, z. B. in der von H.-J. Gehrke und H. Schneider herausgegebenen Geschichte der Antike .

    Nach den glanzvollen Tagen der hohen Kaiserzeit wurde das Imperium Romanum durch äussere Angriffe an mehreren Fronten, soziale und wirtschaftliche Verwerfungen im Innern und politisches und militärisches Versagen der Kaiser in eine tiefe Krise gestürzt. Bei der "Krise des 3. Jahrhunderts", welche der Epoche der Spätantike vorausging, haben wir es also mit mehreren Problemfeldern zu tun: Einer aussenpolitischen Schwäche: Der Schutz des Reiches brach zeitweise völlig zusammen. Im Innern geriet die Bevölkerung in eine desolate Situation. Die Kriege gingen mit einer Ausweitung der Steuerpflichten einher, gleichzeitig ging die Produktion zurück. Verschlechterung des Geldes, Christenverfolgungen und rascher Wechsel von Kaisern und Usurpatoren sind weitere Merkmale des 3. Jahrhunderts.


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