UniFR Logo
    Module > Numismatik > Einführung

    Orientierung

    Einführung in die römische Numismatik

    Die antike Numismatik behandelt als Fachwissenschaft im Rahmen der klassischen Altertumswissenschaften das Geld- und Münzwesen der Antike. Obgleich sie sich nach ihrem modernen Verständnis mit der gesamten bekannten Alten Welt beschäftigt, findet an den meisten Universitäten die Numismatik der griechischen und römischen Welt die grösste Beachtung. Deshalb wird auch in diesem Modul nur ein Teilbereich vorgestellt, derjenige der Römischen Münzkunde der römischen Republik (222 bis 27 v.Chr.) und der hohen Kaiserzeit (27 v.Chr. bis 192 n.Chr.). Ein Gebiet eignet sich zudem aus verschiedenen Gründen besonders gut für eine Einführung in die Münzkunde: das Bestimmen und Einordnen von Münzen.

    Nach kurzen Einleitungen zum Münzwesen und zur Prägetechnik machen Sie sich mittels kurzer Bestimmungsübungen zuerst einmal mit den Münzen vertraut und lernen anschliessend diese mit den Handbüchern zu bestimmen.

    Weiter werden Sie sich in diesem ersten Kapitel über die Begriffe "Geld" und "Münze" informieren und auch einen kleinen Einblick in die Geldgeschichte bekommen.

    Folgende Werke eignen sich für eine Einstiegslektüre:

     

    • M. R.–Alföldi, Antike Numismatik. 1.Bd.: Theorie und Praxis. Mainz 1978; 2.Bd.: Bibliographie. Mainz 2. Auflage 1982.
    • M. R.–Alföldi (Hrsg.), Methoden der antiken Numismatik. Darmstadt 1989
    • K. Christ, Antike Numismatik. Einführung und Bibliographie. Darmstadt 3. Auflage 1991
    • M. Crawford, Numismatics. In: M. Crawford (Hrsg.), Sources for Ancient History, Studies in the Uses of Historical Evidence. Cambridge 1983, 185-233.
    • R. Goebl, Antike Numismatik, 2 Bde., München 1978
    • R. Goebl, Numismatik. Grundriß und wissenschaftliches System, München 1987
    • Ch. Howgego, Ancient History from Coins, London–New York 1995 (dt. Übersetzung von J. u. M. Nollé: Geld in der Antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten. Darmstadt 2000)
    • R. Merkelbach, Die Bedeutung des Geldes für die Geschichte der griechisch–römischen Antike. Stuttgart–Leipzig 1992

     



    In einer Einführung für Studierende lesen wir:

     

    Rosmarie Günther, Einführung in das Studium der Alten Geschichte, Paderbon 2001, 210

    In der heutigen Medienlandschaft gibt es so zahlreiche andere Möglichkeiten, dass die Münze als Träger von Botschaften kaum in den Blick rückt, sie ist reines Zahlungsmittel. Erst die Diskussion um Bilder und Aufschriften des Euro verdeutlichen die Bedeutung von Bild und Legende einer Münze, wobei die bisher vorgestellten Vorschläge wenig Inspiration im Sinne europäischer Integration verraten, am allerwenigsten das Bewusstsein für die gemeisamen Wurzeln in der Antike.

    Wir haben uns also die Frage zu stellen, ob - um mit Göbl zu sprechen - die Münze "das erste Massenkommunikationsmittel der Geschichte" ist. (...) Zum offiziellen "Nachrichtenorgan" wurden Münzen zweifelsohne in der römischen Kaiserzeit. Die Herstellung bewusst aufeinander abgestimmter Serien, die Mengen der Emissionen, die Langlebigkeit im Umlauf und die Haltbarkeit machten die Münze zu einem hervorragenden Informationsträger.

    Verarbeitungsaufgabe

    In der Rubrik "Texte" finden Sie einige weitere Stimmen aus den letzten 40 Jahren, die sich zum Aufgabengebiet der Numismatik äussern. Vergleichen Sie diese untereinander.


Antiquit@s ist ein Projekt des Swiss Virtual Campus - Kontakt : sandrine.codourey(at)unifr.ch & Centre NTE - Université de Fribourg - Suisse